| 1812 | Zu Zeiten Napoleons und Goethes: Der Wagner und Zimmermann Johann Jakob Bühler erweitert seine Werkstatt in Freudwil und betreibt bald eine «Spindelfabric», die er mit einem einzigen Pferd antreibt. Bald vergrössert er seinen Betrieb und erstellt 1832 die «obere Fabrik». Die Maschinen werden mit Wasserkraft aus der Töss angetrieben. |
| 1859/60 | Sein Sohn Johann Heinrich Bühler führt die Spinnerei in der zweiten Generation weiter. Er expandiert und baut das erste Fabrikgebäude am heutigen Standort in Sennhof. Seine drei Söhne Adolf, Hermann und Carl Bühler übernehmen nach seinem Tod die Firma. |
| 1875 | Die neue Tösstalbahn nimmt den Betrieb auf und wird zur wichtigen Lebensader für die lokalen Textilbetriebe. |
| 1892 | Mit Hermann Bühler-Sulzer übernimmt die vierte Generation die Leitung der Firma. Zusammen mit seinem Bruder Richard Bühler meistert er die Jahre des Ersten Weltkriegs. |
| 1931 | Infolge grosser Schwierigkeiten während der Weltwirtschaftskrise erfolgt unter Hermann Bühler-Krayer und Victor Bühler (5. Generation) die Umwandlung der Firma in die Aktiengesellschaft Hermann Bühler AG. |
| 1939–45 | Während des Zweiten Weltkrieges muss der Betrieb gedrosselt werden und die Hermann Bühler AG beteiligt sich an der Anbauschlacht. |
| 1948 | Nach dem Krieg können die Kapazitäten massiv erweitert werden und es mangelt an Arbeitskräften. Hermanns Bruder Victor Bühler holt zum ersten Mal italienische Arbeitskräfte nach Sennhof. |
| 1957 | Unter der Leitung von Hermann Bühler-Müller (6. Generation) steigt die Firma ins Spitzenfeld der europäischen Spinnereiindustrie auf. Er konzentriert die Produktion auf dem Bühler-Areal in Sennhof und führt den Dreischichtbetrieb ein. |
| 1986 | Nach dem plötzlichen Tod von Hermann Bühler übernimmt Hans-Ulrich Müller die Leitung der Firma. Er setzt konsequent auf die Globalisierung in Absatz und Produktion und forciert die Produktdiversifikation. |
| 1995 | Die Hermann Bühler AG expandiert in die USA und gründet die Tochtergesellschaft Buhler Quality Yarns in Georgia. |
| 2000 | Mit Martin Kägi als CEO übernimmt die siebte Generation die Firmenleitung. Martin Kägi expandiert das Geschäft nach Asien und entwickelt neue Spezialitäten. Damit bewältigt er die Herausforderungen der folgenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrisen. |
| 2012 | Die Hermann Bühler AG feiert ihr 200-jähriges Bestehen. Die zunehmende Konkurrenz aus Niedriglohnländern und der Währungsdruck des starken Frankens fordern aber seit vielen Jahren die Firmenleitung heraus. Die Perspektiven sind ungünstig. Trotzdem wird alles versucht, um die Firma auf Kurs zu halten. |
| 2016 | Im Oktober 2016 muss die letzte Spinnerei der Schweiz geschlossen werden. Die Spinnerei in den USA wird verkauft. |
| Ab 2017 | Die Umnutzung des Bühler-Areals wird geplant und schrittweise umgesetzt. Ein Architekturwettbewerb garantiert einen sorgfältigen Umgang bei der Umnutzung des ältesten Spinnereigebäudes, den Erhalt der historischen Bausubstanz und eine hochwertige Arealentwicklung. Das Bühler-Areal wird seiner neuen Bestimmung zugeführt. |